Tag Gaming

Prioritäten 0

Jan20

Jay Wilson ist der Director von Diablo 3 bei Blizzard. Sein Kommentar zu den Fan-Aufrufen, Blizzard solle das Spiel gefälligst schneller rausbringen, müsste man sich eigentlich einrahmen:

“No one will remember if the game is late, only if it’s great”

Danke, das ist die richtige Einstellung.

Bitte warten.. 0

Nov20

Bitte noch etwas Geduld. Wir werden das Spiel, das ihr bereits gekauft habt schon noch richtig zum Laufen bekommen. Vielleicht. Mal sehen“.

Sorry, aber das ist Blödsinn, Bethesda. Ich fände es angenehm, wenn die Spieleindustrie wieder zu der Angewohnheit zurückfinden würde, Spiele nur zu veröffentlichen, wenn sie auch fertig sind. Ich bin es langsam leid 50 Euro für einen Betatest zu bezahlen.

Spannend daran finde ich, dass die 0.99 Cent Games dieses Problem abfedern. Wenn ich als Kunde 50 Euro für einen möglichen Betatest ausgeben soll, dann überlege ich mir doch zweimal, ob ich dafür nicht lieber 50 Games aus dem Appstore besorge. Die Zeit, die mich diese Ablenken wird allemal der Zeit entsprechen, die ich mit dem AAA Spiel herumkriege.

Ich sage damit nicht, dass ich AAA Spiele für sinnlos oder gar “dem Untergang geweiht” halte, aber die Entwickler und Publisher sollten in Zukunft besser hinschauen, welche Qualität sie abliefern. Alternativen gibt es genug und sind nur einen Klick entfernt.

Also, Quo Vadis, AAA?

MetaGame 0

Nov11

MetaGame von Sam Landstrom habe ich gleich zweimal hintereinander gelesen. Einmal als Roman und das zweite Mal, um die im Buch beschriebene Vision der Gesellschaft wirklich zu verstehen.

Das Buch spielt irgendwann in der Zukunft. Die Gesellschaft ist in sogenannten Familien organisiert, deren Mitglieder jedoch nicht klassisch verwandt sein müssen, sondern eher ein Mittelding zwischen einer Firma, MMO-Gilde und Religion sind. Alle werden von der sogenannten OverSoul regiert, einer künstlichen Intelligenz, die unter Aufsicht aller Menschen die Gesellschaft steuert und reglementiert. Der Wert eines Menschen definiert sich dadurch, wie gut er “das Spiel” spielt, was im Grunde gleichbedeutend ist mit: “wie gut er lebt”, wobei “gut” definiert ist als Erfüllung der von OverSoul anerkannten moralischen Kriterien. Einfach gesagt: das ganze Leben ist ein Spiel, bei dem die Regeln kontinuierlich den gesellschaftlichen Vorstellungen angepasst werden.

Das Buch begleitet D_Light, einen hochrangigen Spieler einer Familie, wie er seinen adligen Eltern bei der Erfüllung einer epischen Quest hilft. Übersetzung: der Hauptdarsteller, ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft, wird von den reichen und mächtigen Geschäftsführern seiner Firma als Berater zu einem Auftrag hinzugezogen.

Während die Geschichte ihren Lauf nimmt wird die fiktive Gesellschaft immer tiefer vorgestellt: was die Motivation für die Einführung von OverSoul war, auf welchen wissenschaftlichen Theorien diese Gesellschaftsform steht. Das Interessante dabei ist: diese Theorien sind tatsächlich erschienene Bücher und Paper, so dass diese Science Fiction Gesellschaft eher wirkt wie eine Vision, ein konsequent weitergedachter Versuch diese Theorien in den Alltag zu übertragen. Und das ist spannend. Vielleicht nicht vollständig realistisch, aber darum ging es bei 1984 ja auch nicht. Aber das Buch stellt interessante Fragen zu Identität, Moral, Motivation und letztendlich Menschlichkeit.

Fazit: Empfehlung für SciFi-Fans, Doppelte Empfehlung für Leute, die sich mit Game Design und Gamification beschäftigen.

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