Apr10
Ich habe lange nichts mehr geschrieben, also dachte ich, es wird Zeit für ein kurzes Status-Update.
Ein anderes Side-Project hat einen großen Teil meiner Zeit in Anspruch genommen. Es ist allerdings kurz vor der Veröffentlichung und ich habe es in 1-2 Wochen aus meinem Kopf
Ich bin von Aptana Studio auf Zend Studio umgestiegen. Aptana selbst entwickelt ihr PHP Plugin für Eclipse nicht weiter, sondern empfiehlt von nun an PDT. In so fern dachte ich mir, kann ich auch gleich Zend verwenden. Aktuell nutze ich die 30 Tage Testversion und ich hoffe, ich kann mich damit anfreunden. Im Moment ist mein Eindruck sehr gemischt und ich befürchte ja schon, dass es wieder auf eine längere Suche hinauslaufen wird.
Für unser erstes Spiel auf Basis von Zeitgeist habe ich einen Hudson aufgesetzt. Ein Deployment auf die Preview-Umgebung kostet also nicht mehr 2 Klicks (auf Batch-Skripte), sondern gar keinen mehr (der Hudson baut die Versionen, sobald sie ins SVN eingecheckt werden und rollt sie auf die Preview-Umgebung aus). Da ich mir das Gefummel mit Hudson und SimpleTest sparen will, bin ich gerade dabei die Unit Tests von Zeitgeist auf PHPUnit3 zu konvertieren. Zumindest dabei hilft Zend Studio ungemein.
Das Spiel-Projekt geht gut voran. Letzte Woche habe ich das Achievement-System und die Grundlagen der Statistik-Elemente hinzugefügt. Tut gut, wenn nach langer Pipeline-Arbeit alles ineinander passt.
Feb16
In meinem Artikel über das Zeitgeist Gamesystem-Modul habe ich etwas mehr über die Klasse zur Datenhaltung (gamedata.class.php) geschrieben. Diese ist in Zeitgeist angelehnt an die Datenhaltung eines Entity-Systems. In den Kommentaren wurde mir von Gameplorer folgende Frage zu dem Prinzip gestellt:
Wie gut eignet sich das tatsächlich für Browsergames? Durch die component_data_N – Tabellen ist es ja nicht mehr möglich, effektiv mit Joins zu arbeiten. Dadurch muss ich aber pro Entity zig Queries absetzen (jede component_data – Tabelle) was auf die Performance schlägt. Für z.B. einen Kampf müssten dann auch noch mehrere Entities geladen werden. Das klingt für mich nach einem absoluten NoGo in einem Browsergame.
Mir kam die Artikelreihe daher eher vor, als wäre ES für Clientbasierte-Spiele ausgelegt.
Das ist eine gute Frage, da sie auf einem verbreiten Mißverständnis beruht wie Entity Systeme funktionieren. Es werden (wenn richtig implementiert) kaum Joins benötigt, da keine Notwendigkeit besteht die kompletten Entites zu laden (geschweige denn mehrere). Das Missverständnis beruht wohl auf dem Versuch sich Entity Systeme wie klassisch objektorientierte Systeme vorzustellen, in denen das System über die Objektklassen immer (mehr oder weniger direkten) Zugriff auf alle Daten des Objekts hat. Mir ging es nicht anders und ich brauchte einige Anläufe, um mich davon zu lösen.
Hier also mein Versuch zu erklären, wie ich Entity Systeme verstehe und wie sie in Zeitgeist implementiert wurden.
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Feb13
Zeitgeist hatte, obwohl als Framework für Spiele konzipiert, lange Zeit keine eigenen Funktionalitäten die speziell für Spiele ausgelegt sind. Wenn man genauer nachdenkt sind viele Anforderungen an ein PBBG genau die Selben wie für alle anderen Webanwendungen:
- Verwaltung der Nutzer und deren Daten
- Ein Eventhandler zur Ablaufsteuerung
- Konfigurationsmanagement für die Applikation, Sprachen usw.
- Sicherheit und Fehlerbehandlung
Doch welche Eigenschaften und Funktionalitäten brauchen Spiele, die sich nicht aus einem allgemeinen Framework für Webapplikationen ergeben?
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