Archiv Jahresübersicht der Artikel

Punkte, Trophäen und andere Mechaniken 1

Dez30

Jedes Spiel arbeitet mit Zahlen. Und die meisten Spiele arbeiten in irgend einer Form mit Punkten. Doch warum eigentlich? Nein, jetzt mal ernsthaft – warum haben die meisten Spiele eigentlich ein Punktesystem?

Die Antwort liegt in der Natur von Spielen. Nach der Definition von Jesper Juul sind Spiele..

  • regelbasierte formale Systeme
  • mit unbekanntem, aber jeweils quantifizierbarem Ausgang,
  • bei dem unterschiedliche Ergebnisse voneinander trennbar sind,
  • die Spieler Einfluss auf den Ausgang nehmen
  • und daran interessiert sind diesen Ausgang zu beeinflussen,
  • sowie die Konsequenzen des Spielens unverbindlich und verhandelbar sind.

Relevant ist in diesem Fall der zweite und dritte Punkt: ein Spiel braucht eine Möglichkeit einen messbaren Ausgang anzuzeigen (“Wer hat gewonnen?“) und verschiedene Ausgangsszenarien voneinander zu trennen (“Wie hat der Spieler gewonnen?“).

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MetaGame 0

Nov11

MetaGame von Sam Landstrom habe ich gleich zweimal hintereinander gelesen. Einmal als Roman und das zweite Mal, um die im Buch beschriebene Vision der Gesellschaft wirklich zu verstehen.

Das Buch spielt irgendwann in der Zukunft. Die Gesellschaft ist in sogenannten Familien organisiert, deren Mitglieder jedoch nicht klassisch verwandt sein müssen, sondern eher ein Mittelding zwischen einer Firma, MMO-Gilde und Religion sind. Alle werden von der sogenannten OverSoul regiert, einer künstlichen Intelligenz, die unter Aufsicht aller Menschen die Gesellschaft steuert und reglementiert. Der Wert eines Menschen definiert sich dadurch, wie gut er “das Spiel” spielt, was im Grunde gleichbedeutend ist mit: “wie gut er lebt”, wobei “gut” definiert ist als Erfüllung der von OverSoul anerkannten moralischen Kriterien. Einfach gesagt: das ganze Leben ist ein Spiel, bei dem die Regeln kontinuierlich den gesellschaftlichen Vorstellungen angepasst werden.

Das Buch begleitet D_Light, einen hochrangigen Spieler einer Familie, wie er seinen adligen Eltern bei der Erfüllung einer epischen Quest hilft. Übersetzung: der Hauptdarsteller, ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft, wird von den reichen und mächtigen Geschäftsführern seiner Firma als Berater zu einem Auftrag hinzugezogen.

Während die Geschichte ihren Lauf nimmt wird die fiktive Gesellschaft immer tiefer vorgestellt: was die Motivation für die Einführung von OverSoul war, auf welchen wissenschaftlichen Theorien diese Gesellschaftsform steht. Das Interessante dabei ist: diese Theorien sind tatsächlich erschienene Bücher und Paper, so dass diese Science Fiction Gesellschaft eher wirkt wie eine Vision, ein konsequent weitergedachter Versuch diese Theorien in den Alltag zu übertragen. Und das ist spannend. Vielleicht nicht vollständig realistisch, aber darum ging es bei 1984 ja auch nicht. Aber das Buch stellt interessante Fragen zu Identität, Moral, Motivation und letztendlich Menschlichkeit.

Fazit: Empfehlung für SciFi-Fans, Doppelte Empfehlung für Leute, die sich mit Game Design und Gamification beschäftigen.

Blizzard hat definitiv Humor 0

Nov4

Manchmal meckere ich über das Community Management von Blizzard, aber sie haben definitiv Humor. Wie würdet ihr mit so jemandem umgehen?

Richtig, man korrigiert den Fehler und baut die Figur ein. Und stellt natürlich den Finder gleich daneben. Nice one, Blizzard.

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